Vom 07.02.2009
WORMS. Die WZ-Aktion "Leser helfen" geht mit einem Rekord-Ergebnis zu Ende: Stolze 32000 Euro haben die Leserinnen und Leser insgesamt gespendet. Die Freude in der Kinderklinik war riesengroß, als die gute Nachricht dort am Freitag ankam.
Von
Johannes Götzen
"Ich habe das sofort in unserer Morgenbesprechung bekannt gegeben, es herrschte beim ganzen Team eine riesige Freude", so der Chefarzt der Kinderklinik, Professor Dr. Skopnik. "Das ist für uns alle auch so eine Art zusätzlicher Lohn für das Engagement des ganzen Teams", fügt er hinzu. Insbesondere sagt der Chefarzt allen Leserinnen und Lesern ein ganz herzliches Dankeschön, weil sie sich auch bei dieser Aktion wieder wie bereits seit Jahren "für das Wohl unserer kleinsten Neu-Wormser" einsetzen, freut sich Skopnik.
Verwaltungsdirektor Friedrich Haas schließt sich dem Dank sehr gerne an: "Das ist ein ganz tolles Ergebnis, das hilft der Kinderklinik wirklich sehr", so der Chef des Klinikums Worms. Im Übrigen ist er der festen Überzeugung, dass das Ergebnis eigentlich sogar noch höher liege: Immer, wenn die WZ ihre Aktion "Leser helfen" starte und dann auch über den Verwendungszweck berichte, steige auch das Spendenaufkommen, das direkt in der Klinik ankomme, deutlich an.
Derzeit wird in der Kinderklinik bereits ein speziell auf die Bedürfnisse der Frühchen abgestimmtes Beatmungsgerät getestet, wie es von den Spenden auch angeschafft werden soll. "Wir sind allerdings noch nicht so ganz zufrieden", sagt Professor Skopnik. Denn neben der eigentlichen Beatmung - bei der insbesondere eine feine Dosierung gewährleistet sein muss, um die noch unreifen Lungen nicht zu schädigen - soll auch eine so genannte Wärmeeinheit dabei sein, um die Frühchen direkt vom OP-Tisch in die Frühchenabteilung bringen zu können, ohne sie dazwischen mehrfach umbetten zu müssen. "Das gibt es aber nicht von der Stange, wir müssen das aus Einzelkomponenten zusammensetzen", so der Mediziner. Das allerdings sind sie auf der Herrnsheimer Höhe gewohnt, früher sei es noch schlimmer gewesen: "Da gab es praktisch nur für Erwachsene Geräte, wir mussten viel improvisieren."
Das ist heute nicht mehr notwendig, dafür sind die Gerätschaften beziehungsweise die Einzelkomponenten allerdings sehr teuer, weil natürlich vergleichsweise wenige davon benötigt werden. Umso wichtiger sind Spendenaktionen wie "Leser helfen", um die Ausstattung auf aktuellem Stand zu halten. "Manchmal träume ich davon, dass jeder Wormser einmal im Jahr einen Euro gibt", schmunzelt Skopnik, der im Einwerben von Spenden wahrlich eifrig ist. Mit dem sensationellen Ergebnis der jüngsten Leser-helfen-Aktion nähern wir uns diesem Ziel zumindest schon sehr deutlich.