Vom 07.02.2009
Von Kirsten Strasser
MAINZ. Ein ganz großes Dankeschön geht vom Team der Frühgeborenen-Ambulanz und von der AZ-Redaktion an die vielen, vielen Leser, die unsere Aktion mit ihren Spenden unterstützt haben: Stolze 26 000 Euro sind diesmal bei "Leser helfen" zusammengekommen. "Wir freuen uns sehr", strahlt Beate Cordes, eine der Mitbegründerinnen der neuen Frühgeborenen-Ambulanz. "Wir können nun so richtig loslegen."
Das neunköpfige Team aus analytischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten hat es sich zum Ziel gesetzt, Mütter und Väter, die ein "Frühchen" bekommen haben, zu begleiten und zu beraten. So soll verhindert werden, dass Bindungsstörungen zwischen Kind und Eltern entstehen. Gleichzeitig soll dieses Phänomen näher erforscht werden. Für die Familien ist dies völlig kostenfrei - trotz des manchmal enormen Aufwands: So werden Sitzungen immer von zwei Psychotherapeuten durchgeführt, das Angebot reicht vom Einzelgespräch bis zur Therapie.
"Die ersten Patienten haben sich bereits gemeldet", erzählt Beate Cordes; die regelmäßige Berichterstattung in der AZ habe das Projekt bekannt gemacht. "Berührend war, dass sich auch Erwachsene gemeldet haben, die einst als Frühgeborene zur Welt kamen - und uns ihre Erfahrungen schilderten." Was sie sehr freut: Auch der Kontakt zur Frühgeborenenintensivstation der Unikliniken sei ausgezeichnet, betont Beate Cordes.
Empfangen werden die Elternpaare ab sofort in der neuen Beratungsstelle der Ambulanz in der Bahnhofstraße 2. Die Terminabsprache läuft nach wie vor über das Mainzer Psychologische Institut, Telefon (0 61 31) 50 17 38.